Umgebung

Die Umgebung von Valladolid

Valladollid ist durch seine Lage der ideale Ausgangspunkt um ganz Zentralspanien zu erkunden. Die Wochenenden oder die vorlesungsfreie Zeit können so gut genutzt werden um viele unterschiedliche Eindrücke von Spanien zu gewinnen. Von Städtetrips bis zu Wanderungen auf dem Jakobsweg ist alles alles geboten. Wir haben Ihnen eine kleine Auswahl der gut zu erreichenden Orte als Inspiration zusammengestellt. Am Ende der Seite finden Sie Tipps und Links zum Reisen von Valladolid aus.

Salamanca

In Valladolid sagt man etwas despektierlich, Salamanca sei „Universidad con ciudad“, Valladolid dagegen „ciudad con universidad“. Fest steht, dass Salamanca die älteste Universität Spaniens besitzt (1218 gegründet, fast 170 Jahre vor der ältesten deutschen Universität) und stets ein intellektuelles Zentrum des Landes darstellte (z.B. war Miguel de Unamuno lange Jahre Rektor). Gleichzeitig ist die Stadt aber auch ein architektonisches Schmuckstück das einen Besuch auf jeden Fall lohnt: ein Ensemble von Monumenten im beeindruckenden Stil des Plateresco (alte und neue Kathedrale, die Kirche St. Estéban, die Fassade der alten Universität etc.) und die vielleicht schönste Plaza Mayor im Lande erwarten Sie.Wer den Stier sehen will, gegen den der kleine Lazarillo vom alten Blinden gestoßen wurde, geht bis zum Fluss Tormes an die alte Römerbrücke.

Salamanca ist besonders auch für studentische Besucher attraktiv, da die Stadt sehr lebendig ist und eine auch für spanische Verhältnisse ungewöhnlich hohe Dichte von Café und Bars offeriert, in denen Sie die meist gratis zum Getränk gereichten „pinchos“ genießen können (so heißen dort die Tapas).

 

Campos de Castilla

Die Felder der Meseta, der Hochebene Kastiliens, kann man unterschiedlich bewerten, eine besondere Landschaft stellen sie allemal dar. Während die Küstenbewohner Spaniens dort oft das Meer vermissen, sahen andere in der baumlosen offenen Weite und dem wolkenlosen Horizont gerade ein Meer eigener Gestalt. Die sogenannte „Generación del 98“, allen voran Azorín und Antonio Machado, stilisierten Kastilien und seine Campos zur spanischen Seelenlandschaft schlechthin. Zu Spanien und seiner Kultur gehört diese Landschaft jedenfalls mindestens ebenso sehr wie die „playas“.

Stadtmauer Àvi

Ávila

Wer denkt, dass es immer warm ist in Spanien, der hat noch keinen spätwinterlichen Tag mit Schneefall um Ostern in Ávila erlebt, der Stadt, die innerhalb der kastilischen Hochebene besonders hoch gelegen ist. Ávila ist nicht nur der Geburtsort der Heiligen Teresa, auch die typische Süßspeise, die yemas de St. Teresa, sind der Heiligen gewidmet. Wenn die dem Rio Adaja zu verdankenden Morgennebel über der Stadt liegen, kann einem dort auch heute noch sehr mystisch zumute werden. Die Stadt beeindruckt architektonisch mit einer geschlossenen Maueranlage aus dem Mittelalter und einem ebenso geschlossenen Innenstadtensemble. Nicht zufällig gehört sie zum Weltkulturerbe der UNESCO.

 

 

Jakobsweg

Von Valladolid aus kann man auch auf dem berühmten Camino de Santiago wandern. Dieser führt als Camino de Madrid direkt durch Simancas, einem kleinen Dorf zwei Kilometer von Valladolid entfernt, das sich gut mit dem Stadtbus erreichen lässt. Von dort sind es gute 400 km nach Santiago, und von dort noch einmal ca. 90 km nach Finisterre (Bild bei Kilometer 0) dem eigentlichen Ende des Jakobswegs. Eine Strecke die sich zum Beispiel in den Sommersemesterferien oder in Wochendetappen nach und nach laufen lässt.

Wem das zu lang ist, der kann auch von León aus starten, und läuft dann direkt auf der bekanntesten Rute, dem Camino Francés. Oder aber man verbindet einen Besuch in Santiago mit einer Wanderung nach Finisterre. Dieser Teil wird von vielen Pilgern tatsächlich ausgelassen, und mit einer Busfahrt dorthin ersetzt. Er lohnt sich aber allemal, da sich besonders in Küstennähe die sehr spezielle und beeindruckende Landschaft Galiziens ausbreitet, und man natürlich auch nicht mehr ganz so viele Mitpilger antrifft.

 

Santiago de Compostela

Nicht nur für Pilger ist Santiago ein lohnenswertes Reiseziel. Denn neben der Kathedrale und wunderschönen Altstadt finden sich dort für Studenten viele weitere Highlights. Ähnlich wie in Valladolid kann man auch in Santiago günstig auf kulinarische Entdeckungsreise gehen, und zum Beipiel den hervorragenden Pulpo im Os Conceiros probieren, oder sich eine Tarta de Santiago in einem der vielen liebevoll und individuell eingerichteten Cafés (Bild: Café La Flor) gönnen.

 

Auch die Bars, wie das Momo, sind innenarchitektonisch eine echte Besonderheit. In vielen von ihnen bekommt man die typischen Tapas umsonst gereicht. Für Studenten sicher auch interessant ist, dass in den allermeisten der vielen Nachtclubs in Santiago der Eintritt kostenlos ist. Da es dort allerdings erst um 1 Uhr Nachts so richtig voll wird, lohnt es sich die Nacht mit einem Essen in einem der Restaurants und einer Tour de Tapas durch die Bars zu beginnen.

Segovia

Segovia befindet sich etwa 110km von Valladolid entfernt in südöstlcher Richtung, etwa auf halber Strecke nach Madrid.

Der historische Stadtkern wurde 1985 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt und lohnt einen kleinen Spaziergang allemal. Daneben sind vorallem auch das aus dem 2. Jahrhundert stammenden Aquädukt, die Burg Alcázar de Segovia und die Kathedrale einen Besuch wert.

Besucht man Segovia mit dem Auto, so lohnt sich auch ein Abstecher zur 11 km entfernten ehemaligen Sommerresidenz der spanischen Könige La Granja und dem angrenzenden Schloßpark.

Foto: Segovia - Acueducto by Zarateman lincensed under CC 1.0

Burgen

Die Region Kastilien und Leon trägt ihren Namen nicht ohne Grund. Rund um Valladolid kann man eine Vielzahl an Burgen besichtigen.

 

Besondern sehenswert sind das bereits erwähnte Alcázar de Segovia, das Castillo de La Mota in Medina de Campo, das Castillo de los Templarios in Ponferrada und das Castillo de Aunqueospese in Mironcillo.

HIER finden Sie auch eine Karte mit allen Burgen in Kastilien und Leon

Foto:Vista general  castillo de la Mota by Garijo (Own work) [CC BY-SA 3.0

Reisen organisieren

Der Bus ist in Spanien ein gängiges Verkehrsmittel um das Land zu bereisen. Busreisen sind in der Regel wesentlich günstiger als die Bahn. Von Valladolid aus kommt man so ganz einfach an fast jeden Ort in Spanien aber auch ins Ausland, zum Beispiel nach Portugal. Tickets kann man an der zentral gelegenen Estación de Autobuses kaufen oder über die Webseiten der einschlägigen Busunternehmen (z.B. bei Alsa oder Avanza) buchen.

Renfe ist das Äquivalent der DB in Spanien. Wenn man schnell und bequem zwischen größeren Orten hin- und herreisen will ist es das Verkehrsmittel der Wahl. Von Valladolid aus ist man so zum Beispiel in einer Stunde in Madrid.

 

Valladolid verfügt auch über einen Flughafen den Aeropuerto de Valladolid, von dem aus man mitunter recht günstig verschiedene weitergelegene Reiseziele erreicht. So fliegt zum Beispiel Ryanair von dort aus nach Barcelona El Prat und Lanzarote.

 

Wenn man unabhängig von den öffentlichen Verkehrsmitteln sein möchte oder Castilla y León im Detail erkunden will, bietet es sich an ein Auto zu mieten und drauf los zu fahren. Autos lassen sich bei verschiedenen Unternehmen buchen, die man am Besten selbst vergleicht. Portale wie MietwagenCheck oder RentalCars können dabei helfen.

 

Um herauszufinden welche Reisemöglichkeiten für ein bestimmtes Ziel zu Verfügung stehen und Preise zu vergleichen bieten sich Portale wie zum Beispiel GoEuro an. Dort kann man teilweise auch Tickets erwerben, oder Autos anmieten.

Unterkünfte zu Studentenpreisen

Wer beim Reisen etwas auf den Preis achten möchte, um ein größeres Budget für Sehenswürdigkeiten und Co. zu haben findet in Spanien viele günstige Unterkünfte.

 

Bei AirBNB zum Beispiel kann man Schnäppchen machen und günstig schöne Wohnungen buchen. Und auch die Jugendherbergen die man unter anderem bei Hostelworld findet sind häufig gut gepflegt und man findet dort schnell Anschluss an andere junge Reisende.

 

Wer sich auf das Abenteuer Jakobsweg einlässt, dem ist ein Pilgerausweis anzuraten. Mit diesem kann man überall entlang des Weges in den sehr günstigen Pilgerherbergen übernachten und trifft in diesen auf Gleichgesinnte und potentielle Wegbegleiter für die nächste Etappe.